Fotografie bedeutet für mich visuelle Verantwortung und gleichzeitig pure Freude am Gestalten
Steffie Braun: Trainer der Canon Academy
Meine Canon Story
„Fotografie bedeutet für mich visuelle Verantwortung und gleichzeitig pure Freude am Gestalten. Mein Ziel ist es, den Teilnehmer:innen nicht nur Technik zu vermitteln, sondern sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen Blick zu entwickeln und mutig umzusetzen.“
Meine Canon Story
Fotografie begleitet mich, seit ich denken kann. Sie war für mich nie nur ein Interesse, sondern immer ein innerer Antrieb. Schon früh hatte ich das Bedürfnis, Menschen zu beobachten, sie zu verstehen und genau diese Momente festzuhalten, die sich oft nicht in Worte übersetzen lassen.
Mit 14 Jahren habe ich in einem kleinen Dorf in Bayern mit meiner ersten Canon Kamera angefangen zu fotografieren. Sie war mein Einstieg in eine Welt, in der ich ausdrücken konnte, was ich gefühlt habe, ohne es erklären zu müssen.
Über die Jahre habe ich meinen eigenen Zugang entwickelt. Weg vom reinen Abbilden, hin zu einer bewussten Auseinandersetzung mit Menschen, Nähe und Ausdruck. Fotografie bedeutet für mich, Verbindungen zu schaffen und Räume entstehen zu lassen, in denen sich Menschen authentisch zeigen können.
Canon begleitet mich seit diesen Anfängen bis heute als verlässlicher Partner. Von den ersten Schritten bis zu meiner Arbeit als Fotografin in Berlin hat sich daran nichts geändert. Auch bei größeren Produktionen, von Out of Home Kampagnen über Editorials bis hin zu Magazin-Covern, ist die Kamera für mich ein konstantes Werkzeug geblieben, das mir die Freiheit gibt, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Mein Weg zur Fotografie
Was als intuitive, fast spielerische Annäherung begonnen hat, wurde schnell zu einer klaren Haltung. Für mich ist Fotografie kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Entscheidung für Perspektiven, für Ästhetik und für das, was ich zeigen möchte.
Ich habe viel ausprobiert, mich kontinuierlich weiterentwickelt und früh gemerkt, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden und ihm zu vertrauen. Ein wichtiger Teil meiner Entwicklung war auch die akademische Auseinandersetzung mit Fotografie. Ich habe Fine Art Photography in Bielefeld studiert und meine Ausbildung an der University of the Arts London vertieft. Diese Zeit hat meinen Blick geschärft und mir geholfen, meine Arbeit konzeptionell weiterzuentwickeln.
Ein prägender Moment auf meinem Weg war der Gewinn des Vogue Talent Award, der mich darin bestärkt hat, meiner eigenen visuellen Sprache zu vertrauen und sie weiter auszubauen. Auch die Veröffentlichung meines ersten eigenen Fotobuchs „OPAQUE“ am internationalen Kunstmarkt war ein wichtiger Schritt, um meine Arbeit in einem größeren Kontext zu zeigen und meine Bildsprache weiter zu verdichten.
Heute arbeite ich als freie Fotografin in Berlin mit eigenem Studio und setze sowohl freie als auch kommerzielle Projekte um.
Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist der Female Gaze. Mein Anspruch ist es, Menschen, insbesondere Frauen, nicht nur abzubilden, sondern sie in ihrer Stärke und Natürlichkeit sichtbar zu machen.
Meine fotografischen Schwerpunkte
Ich arbeite in den Bereichen Mode, Beauty und Lifestyle und bewege mich dabei bewusst zwischen künstlerischer und kommerzieller Fotografie.
Ein Teil meiner Arbeit findet in der klassischen Editorial- und Kampagnenwelt statt, in der ich mit bekannten Marken, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und auch Nationalspielerinnen und Nationalspielern zusammenarbeite. Diese Projekte bewegen sich oft in einem klaren, visuellen Rahmen und verlangen ein hohes Maß an Präzision, Vertrauen und Professionalität.
Gleichzeitig ist es mir wichtig, innerhalb dieser Strukturen Raum für eine eigene Bildsprache zu schaffen. Meine Arbeiten sind reduziert, ruhig und gleichzeitig nahbar. Mich interessiert nicht das Perfekte, sondern das Echte. Momente, in denen etwas spürbar wird. Licht spielt dabei eine zentrale Rolle, genauso wie die Verbindung zu den Menschen vor meiner Kamera.
Fotografie bedeutet für mich immer auch Verantwortung. Welche Bilder erschaffen wir. Welche Perspektiven zeigen wir. Und wie beeinflussen diese Bilder unseren Blick auf uns selbst und andere.
Meine Canon Academy Workshops
In meinen Workshops geht es darum, Fotografie erlebbar zu machen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung gehen wir schnell in die Praxis – denn ich bin überzeugt, dass man durch eigenes Ausprobieren am meisten lernt.
Ich begleite die Teilnehmer:innen eng am Set, gebe Einblicke in meine Arbeitsweise und teile nicht nur technische Aspekte, sondern auch meine Gedanken zu Bildsprache, Gefühl und Haltung.
Mein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die Teilnehmer:innen ihre eigene Kreativität entdecken, Vertrauen in ihren Blick entwickeln und vor allem die Freude am Gestalten wiederfinden.