Helena Heilig: Trainer der Canon Academy

Es geht nicht nur um technische Einstellungen, sondern auch um ein Gefühl für Bildsprache, Atmosphäre und den Umgang mit Menschen vor der Kamera.

Meine Canon Story

Meine erste richtige Kamera habe ich als Schülerin von meinen Eltern geschenkt bekommen – ich war etwa 15. Es war eine Canon, das genaue Modell weiß ich heute gar nicht mehr. Aber klar ist: Mit dieser Kamera hat alles angefangen. Sie hat mich in eine Welt geführt, in der ich Momente festhalten, Menschen porträtieren und Geschichten in Bildern erzählen konnte.

Seitdem bin ich Canon im Kleinbildbereich treu geblieben. Ich habe nie mit einem anderen Kamerasystem gearbeitet und würde mich selbst mit einem Augenzwinkern als echtes Canon-Kind bezeichnen. Diese Vertrautheit mit der Technik gibt mir im Alltag als Fotografin eine große Sicherheit: Ich kann mich voll auf das Motiv, den Menschen und das Licht konzentrieren – die Kamera ist für mich ein natürlicher verlängerter Arm meiner Wahrnehmung.

Mein Weg zur Fotografie

Der Funke zur Fotografie wurde wahrscheinlich schon sehr früh gelegt – von meinem Großvater. Er war Papierfabrikant, aber seine große Leidenschaft war die Fotografie. In seinem Wohnhaus hatte er im Keller eine Dunkelkammer, in die er mich schon als Kind mitgenommen hat. Ich erinnere mich noch genau an die Faszination, als wir gemeinsam über den Entwicklerwannen standen und zusahen, wie die Bilder langsam auf dem Papier erschienen. Damals war mir nicht bewusst, wie prägend diese Momente waren – heute weiß ich: Dort wurde der Samen für meine Leidenschaft gesät. In der Schule war ich dann diejenige, die auf Klassenfahrten und Ausflügen immer eine Kamera dabei hatte und alles dokumentiert hat. Für mich war es selbstverständlich, mit Bildern Geschichten zu erzählen – lange bevor mir klar wurde, dass das einmal mein Beruf werden könnte.

Als die Frage nach dem passenden Beruf im Raum stand, war mir wichtig, etwas zu wählen, das mich erfüllt und sich gut mit einem Familienleben vereinbaren lässt. So habe ich mich entschieden, Fotografie zu studieren. Für mein Studium bin ich nach England gegangen und habe in Reading am College of Arts and Design den Bachelorstudiengang “Photography and Digital Imaging” belegt. 2002 habe ich mein Studium abgeschlossen und arbeite seitdem als freischaffende Fotografin. Heute bin ich in München zuhause und freue mich, von hier aus Menschen zu begleiten, zu porträtieren und meine künstlerischen Projekte umzusetzen.

Meine fotografischen Schwerpunkte

Mein Schwerpunkt liegt in der Porträtfotografie. Menschen in ihrer Persönlichkeit, Stärke, Verletzlichkeit und Einzigartigkeit sichtbar zu machen, ist für mich der spannendste Teil meines Berufs. Ob im Studio oder on Location – ich liebe es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen und authentisch zeigen können. Zusätzlich habe ich seit einigen Jahren die Eventfotografie zu einem festen Standbein ausgebaut. Veranstaltungen sind voller Emotionen, Dynamik und kleiner Details. Mein Ziel ist es, diese besonderen Momente so festzuhalten, dass man beim Betrachten der Bilder die Stimmung noch einmal spüren kann. Ich habe mich darauf spezialisiert, die Bilder noch am Tag des Events zur Verfügung zu stellen.

Seit 2010 widme ich mich außerdem intensiv der Fotografie als Kunstform. Besonders fasziniert mich dabei die Camera Obscura als Technik. Sie erlaubt eine entschleunigte, sehr bewusste Art des Fotografierens und macht den Entstehungsprozess eines Bildes wieder spürbar. Meine künstlerischen Arbeiten wurden bereits in mehreren Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt – zuletzt 2025 in der Orangerie im Englischen Garten in München.

Meine Canon Academy Workshops

In der Canon Academy möchte ich mein Wissen und meine Begeisterung für Fotografie weitergeben – praxisnah, verständlich und mit viel Raum für individuelle Fragen. Ein Schwerpunkt meiner Workshops ist die Porträtfotografie – sowohl im Studio als auch Outdoor. Im Studio geht es um Lichtführung, Bildaufbau, Kommunikation mit dem Model und darum, wie man mit kleinen Änderungen in Pose und Licht große Unterschiede im Bild erzeugt. Outdoor steht das natürliche Licht im Vordergrund, das Arbeiten mit vorhandenen Hintergründen und urbanen Strukturen – angelehnt an Street Photography und lebendige Porträtserien in Alltagssituationen.

Mir ist wichtig, dass die Teilnehmer*innen nicht nur technische Einstellungen lernen, sondern auch ein Gefühl für Bildsprache, Atmosphäre und den Umgang mit Menschen vor der Kamera entwickeln. Meine Workshops sollen inspirieren, motivieren und Lust darauf machen, das Gelernte direkt im eigenen fotografischen Alltag anzuwenden.